Betroffene

Die exzessive Nutzung von PC- oder Online-Spielen, ausgiebiges Plaudern in Chats, das häufige Aufrufen von und Posten in Foren oder der übermäßige Konsum pornografischer Websites – Online- und Computersucht hat viele Gesichter. Fakt ist, dass sie sich rasant ausbreitet - Schätzungen zufolge sind zwei bis acht Prozent aller Internetnutzer davon betroffen oder unmittelbar bedroht. In Deutschland sind das rund zwei Millionen Menschen. Gleichzeitig existieren derzeit nur wenige Hilfsangebote, die den Betroffenen gezielt einen Weg aus der Sucht weisen.

 

In unserer Abteilung für Psychosomatik bieten wir ein Therapiekonzept für Patienten an, die von Online- und Computersucht betroffen sind. Doch woran merken Sie, dass Sie betroffen oder suchtgefährdet sind?

 

Online- und Computersucht kann sich unterschiedlich äußern. Die häufigsten Formen sind Online-Spielsuche, Online-Sexsucht und Online-Kommunikationssucht. Außerdem tritt sie häufig zusammen mit anderen seelischen Leiden auf wie Depressionen oder eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Die Online- und Computersucht engt den Verhaltensspielraum der Betroffenen ein, sie verlieren die Kontrolle über ihre Online-Aktivitäten, die Online-Zeiten werden immer länger, Zeiten, die die Betroffenen nicht am Computer verbringen, werden als unangenehm empfunden und das Sozialleben der Betroffenen leidet zusehends. Die Konsequenzen sind häufig schwer: Misserfolg in Schule, der Ausbildung, im Studium oder Beruf und der Verlust sozialer Beziehungen.

 
 

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